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Lehrmethoden
Die Anwendung verschiedener didaktischer Lehrmethoden geschieht im Hinblick auf die verschiedenen Lernertypen, Lernziele und Lehrinhalte. Die Anwendung ausschließlich einer Methode ist nicht sinnvoll, da Ziele und Inhalte unterschiedliche Vermittlungsmethoden erfordern. Hier sollen die wichtigsten didaktischen Ansätze genannt werden. Darüber hinaus gibt es noch weitere. Oberstes Prinzip ist, je nach Lernziel, Lernertyp, Zeitdispositionen, Vorwissen, Motivation und Curriculum verschiedene Methoden zur Anwendung zu bringen.
Im Vordergrund steht häufig die "Direkte Methode oder Induktive Methode" in Anlehnung an den natürlichen Spracherwerb, Regeln der Sprache werden anhand von Beispielen deutlich gemacht (Beispielgrammatik) Prinzip: einsprachiger Unterricht, mündlich situativ, altersgemäß, imitative Aneignung durch Entwicklung von Sprachgefühl, primäre Fertigkeiten (Hören, Sprechen) vor sekundären (Schreiben, Lesen).
"Grammatik-Übersetzung-Methode" - Sprache gilt als formales System geschriebener Sprache beschrieben mit Kategorien der Lateingrammatik (Regelgrammatik) Prinzip: Zweisprachigkeit, Schriftlichkeit, Sprachbeherrschung ist Sprachwissen, systematische Grammatikvermittlung (deduktiv), Verstehen der grammatischen Strukturen, Lernen von Wort und Regeln.
"Audiolinguale (Hör-Sprech-Methode) und Audiovisuelle Methode" - Lehrweise, die Ohr, Auge und Sprechwerkzeuge anspricht, Übermittlung von Informationen durch visuelle und akustische Reize, strikter Ausschluss der Muttersprache, Präsentation von Bild und Ton, diese Methode muss präzise dosiert angewandt werden.
"Kommunikative Methode" - Sprache wird als Aspekt menschlichen Handelns gesehen bzw. als ein Akt geistig-kreativer Tätigkeit, imitierendes Lernen, Beachtung zielgruppenspezifischer Bedürfnisse von Lernern hinsichtlich des Fremdsprachengebrauchs, Hinwendung von Lerngegenstand zum Lerner selbst (soziokulturelle Faktoren, die Lerntradition und Lernhaltung prägen; Vorwissen; Motivation), Verstehensgrammatik Prinzip: mündlich und schriftlich, einsprachig, aber nicht strikt, kommunikative Kompetenz, Kulturvergleich, keine Verdrängung der Grammatik, Erwerb kreativer kommunikativer Kompetenz als übergeordnetes Lernziel des Unterrichts, neben primären Fertigkeiten auch sekundäre bedeutsam, Lerner ist aktiver Partner, offene und flexible Gestaltung der Lehrmaterialien.
"Kognitive Methoden" - Sprechen und Lernen wird nicht als Akt der Verhaltenskonditionierung, sondern als Akt des Bewusstseins verstanden. Der Zweitsprachenerwerb wird als Erwerb einer komplexen kognitiven Fähigkeit angesehen. Um die Sprache zu lernen, müssen viele Aspekte gelernt und bis zur fließenden Beherrschung geübt werden. Das setzt die Automatisierung der einzelnen Teilfertigkeit voraus. Automatisierung und Restrukturierung stellen die Kernpunkte der Kognitiven Methoden dar.





